Die Morbus-Crohn-Krankheit
Bei Morbus Crohn tritt eine chronische Entzündung im Bereich des Magen-Darm-Trakts auf. Es kann der gesamte Bereich von der Mundhöhle über die Speiseröhre und den Magen bis zum kompletten Darm betroffen sein. Meist sind aber der Dickdarm und der Dünndarm befallen. Für Morbus Crohn ist typisch, dass Segmente der Schleimhaut vom Darm von Entzündungen befallen werden, die von gesunden Segmenten getrennt werden. Seit 20 Jahren hat die Anzahl der Erkrankten an Morbus Crohn in der westlichen Hemisphäre zugenommen.
Morbus Crohn wird als Autoimmunerkrankung verstanden. Sicher ist diese Erkenntnis zwar nicht, doch da die Patienten gut auf das Immunsystem hemmende Medikamente ansprechen, liegt diese Vermutung nahe. Die Erkrankung zeigt sich an sehr unterschiedlichen Symptomen. Häufig beklagt werden Bauchschmerzen und Durchfall, der manchmal blutig ist. Doch auch Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber und Appetitlosigkeit sind Krankheitssymptome. Gewöhnlich treten diese Beschwerden schubweise auf. Ein Schub ist sehr schmerzhaft und dauert meist über mehrere Wochen an. Wird der Patient untersucht, werden im Normalfall Blutarmut und eine Mehrung der weißen Blutkörperchen festgestellt, was Anzeichen für eine Entzündung sind. Zusätzlich kommen in einigen Fällen extraintestinale Manifestationen vor, das heißt, dass außer dem Verdauungstrakt auch andere Körperteile betroffen sind. Das kann eine Veränderung der Haut, eine Entzündung des Auges oder andere weitere Symptome bedeuten.
Therapiert wird Morbus Crohn auf zwei Arten. Um die Schmerzen während der Schübe zu lindern, werden Medikamente gegeben und eine Diät beziehungsweise Sondenernährung empfohlen. In schweren Fällen wird auch ein chirurgischer Eingriff durchgeführt. Um die Frequenz der auftretenden Schübe zu senken, werden ebenfalls Medikamente gegeben, jedoch eine Heilung ist nicht zu erwarten. Trotzdem ist die Therapie im Sinne der Linderung der Schmerzen und der Schübe oft erfolgreich.
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Thema: Morbus-Crohn