Die Weihnachtsgurke oder besser “The Christmas Pickle”
Deutsche Weihnachtsbräuche stehen in Amerika hoch im Kurs – besonders die “Weihnachtsgurke”, die hier eigentlich niemand kennt.
Angeblich handelt es sich um eine alte deutsche Tradition: Eine Essiggurke – in der Form einer Gewürzgurke, grün, krumm, mit leicht warziger Oberfläche, aus Glas – wird im Christbaum möglichst gut versteckt. Sobald die Kinder zur Bescherung hereingerufen werden, dürfen sie sich zuerst auf die Suche nach der Gurke machen. Das Kind, das die Gurke zuerst entdeckt, hat im kommenden Jahr besonderes Glück, bekommt ein extra Geschenk und darf seine übrigen Päckchen als erstes öffnen.
“The Christmas Pickle” genannt, stammt die Tradition der Weihnachtsgurke laut US-Zertifikat definitiv aus Deutschland. Ein Stempel aus dem thüringischen Lauscha verleiht dem Dokument höchste Glaubwürdigkeit.
“The Christmas Pickle” ist seit Jahren der Verkaufshit von New York bis San Francisco und kostet zwischen drei und zehn Dollar.
Es gibt sogar ein Buch über die Weihnachtsgurke und im Internet ist das Thema natürlich ganz groß vertreten: Mehr als 1,6 Millionen Suchergebnisse bei fallen beispielsweise bei Google an. Das Goethe Institut in Washington bietet einen Onlinekurs im Internet an, den Brauch der “Deutschen Weihnachtsgurke” zu recherchieren.
In Wikipedia steht: “Weihnachtsgurken erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Dort wird verbreitet, es handle sich um eine alte deutsche Weihnachtstradition. In Deutschland hingegen ist der Brauch nahezu unbekannt.”
Also don´t worry, be happy.
Handeln Sie “traditionsgemäß”, hängen Sie die Weihnachtsgurke in den Baum und Ihre Kinder werden staunen!