Gürtelrose erkennen und behandeln

Gürtelrose erkennen und behandelnDie Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die sehr häufig vorkommt, da sie durch denselben Virus ausgelöst wird wie die Windpocken. Etwa 98 Prozent aller Menschen in Deutschland sind mit diesem Virus bereits in Kontakt gekommen, weshalb bei allen die Möglichkeit besteht, dass sie an Gürtelrose – oder im Fachjargon “Herpes Zoster” – erkranken. Vor allem alte Menschen oder solche mit einer Krankheit, die das Immunsystem schwächt, bekommen Herpes Zoster, da der Virus, der sich oft schon seit der Kindheit im Körper befindet, nur unter solchen Umständen die Gürtelrose auslösen kann.

Die Krankheit ist eine der relativ leicht zu diagnostizierenden Krankheiten, denn es entwickelt sich ein charakteristischer, schmerzhafter Ausschlag. Zuvor spürt der Patient einen Schmerz oder ein Brennen an einer Stelle, an der sich der Nerv durch die Aktivierung des latenten Virus entzündet hat. Einige Tage später entwickelt sich der Ausschlag, der sich zuerst durch kleine erhabene, rötlich Stellen bemerkbar macht, an denen sich schließlich kleine Bläschen bilden, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Bläschen enthalten schließlich Lymphflüssigkeit und brechen auf. Nachdem die Bläschen getrocknet sind, bildet sich an der Körperstelle eine gelb-braune Borke aus, jedoch sollte der Herpes Zoster innerhalb zwei bis drei Wochen komplett verheilt sein. Es bilden sich allerdings häufig Narben an den Stellen, an denen der Ausschlag ausgebrochen ist und es können auch Nerven beschädigt worden sein.

Herpes Zoster wird meist mit Virostatika-Tabletten behandelt, jedoch muss in besonders schweren Fällen, wenn zum Beispiel das Auge, Ohr oder Rückenmark betroffen ist, auch intravenös eingegriffen werden. Außerdem werden den Patienten oft Schmerzmittel verabreicht, da der Hautausschlag sehr unangenehm ist. In Deutschland wurde weiterhin ein Impfstoff zugelassen, der 51 Prozent der Krankheitsfälle verhindern kann und durch dessen Einnahme die Gürtelrose bei ihrem Auftreten dann meist weniger schwerwiegend ist.



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