Perubalsam
Viele, der bei der Herstellung von Medikamenten und Salben, für die medizinische Versorgung der Menschen verwendete Rohstoffe, kommen aus der Natur. Auf die Heilkraft der Kräuter wird genauso zurückgegriffen, wie auf bestimmte Wirkstoffe aus Mineralien und Hölzern. Ein Beispiel ist der Balsambaum aus Mittelamerika. In seiner Rinde befinden sich wertvolle Anteile, die bei der Wundheilung, sowie bei Erkältungen und rheumatischen Beschwerden, eingesetzt werden. Der Perubalsam wird aus der eingeritzten und geschwefelten Rinde des Balsambaumes gewonnen. Es hat eine dunkle, ölige Konsistenz und riecht nach Vanille.
Über seine heilende Wirkung wird schon seit Jahrhunderten berichtet. Durch seine Inhaltstoffe werden schnelle Heilungserfolge bei Wunden, Geschwüren oder Druckstellen erreicht. Der Balsam hat den Ruf, keine Narben entstehen zu lassen. Seine antiseptische, starke Wirkung hilft auch äußerlich bei Juckreiz und Entzündungen der Haut. Es ist das Mittel der Wahl zur Behandlung bei Krätzmilben und Kopfläusen. Innerlich sollte es nur als Beigabe zu Inhalaten angewendet werden. Dabei erreicht man eine entzündungshemmende Wirkung, die bei Erkältungskrankheiten, welche die Atemwege befallen, schnell Linderung verschafft. Die starke Heilkraft des Perubalsams wird begleitet von einer allergiefördernden Wirkung. Deshalb sollte der Perubalsam nur zeitlich begrenzt angewandt und dabei auf Empfindlichkeiten der Haut geachtet werden.
Neben den gesundheitlichen Aspekten ist es möglich, Perubalsam auch als Räucherwerk zu verwenden, wobei durch die Verbrennung ein angenehmer leichter Duft von Schokolade entsteht. Auch in der Parfümindustrie hat der Perubalsam Fuß gefasst. Es wurde allerdings wegen der Kontaktallergien im Juli 2005 verboten. Stattdessen verwendet die Duftindustrie nun ein Destillat aus dem Perubalsam, welches als unbedenklich gilt. Mit dem Perubalsam steht uns ein Heilmittel der Natur zur Verfügung, welches keinesfalls in Vergessenheit geraten darf.