Unterschiede zwischen Gicht und Rheuma
Oftmals werden die Krankheiten Gicht und Rheuma verwechselt, obwohl es doch einige Unterschiede zwischen beiden gibt. Erkrankt man an Gicht, lagern sich Harnsäurekristalle in Gewebe und Gelenken ab. Dabei werden sowohl die in Nähe des Gelenks liegenden Knochen als auch die Niere geschädigt, was meist in der Niereninsuffizienz endet. Ausgelöst wird die Gicht praktisch immer durch eine schon vorgeschädigte Niere, bei der eine Störung im Bezug auf das Ausschütten von Harnsäure vorliegt. Die Symptome der Gicht lassen sich in akute und chronische Symptome unterteilen. Erstere drücken sich meist durch große Schmerzen im Bereich eines Gelenks aus, das gerötet, geschwollen und warm ist, gepaart mit Fieber. Dieser Anfall hat in der Regel eine Dauer von drei Tagen. Die chronischen Symptome sind stark geschädigte bis zerstörte Gelenke, die Schmerzen auslösen, sowie Nierensteine und Nierenversagen. Bei der Gicht werden häufig nur Symptome medikamentös therapiert, eine Ernährungsumstellung zeigt aber bei den chronischen Symptomen der Gicht häufig Erfolg.
Beim Rheuma hingegen handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der die Krankheit durch den Angriff des Körpers unter anderem auf die Gelenke ausgelöst wird. Dies wird auf eine Störung unbekannter Ursache des Immunsystems zurückgeführt. In der Folge erleiden die Gelenke eine chronische Entzündung, die beim Betroffenen starke Schmerzen und Schwellungen, ähnlich denen der Gicht, auslöst.
Auch hier sind die chronischen Symptome eine Zerstörung der Gelenke sowie deren Missbildung aber auch chronische Entzündungen von Organen. Im Unterschied zur Gicht sind jedoch beim Rheuma außer den Gelenken die Knochen allgemein, die Muskeln, Kollagene und außerdem die Organfunktionen betroffen und folgerichtig beeinträchtigt. Außerdem gibt es bei Rheuma teilweise keine eindeutige Klassifizierung, da mittlerweile bis zu 400 verschiedene unterschiedliche rheumatische Erkrankungen bekannt sind, was Rheuma schwer zu diagnostizieren macht. Rheuma kann weitgehend therapiert werden, vor allem die Schmerzlinderung ist meist erfolgreich.