Wie ist der Ablauf bei einer künstlichen Befruchtung?

Wie ist der Ablauf bei einer künstlichen Befruchtung?

Wie ist der Ablauf bei einer künstlichen Befruchtung?

Es ist bekanntlich nichts neues, dass der Begriff Samenbank mit ein Teil des Lebens geworden ist. Eine künstliche Befruchtung ist eine schwierige Angelegenheit und neben der psychischen Belastung für das Paar stehen der Frau auch körperliche Anstrengungen bevor. Dazu kommt, dass sich nicht jede Frau einer künstlichen Befruchtung unterziehen darf und normalerweise auch nur verheiratete Paare Zugang zu einer Samenbank haben. Normale Gynäkologen führen keine künstlichen Befruchtungen durch. Dazu muss das Paar an ein Zentrum für Reproduktionsmedizin oder an eine spezielle Praxis für Kinderwunschbehandlungen überwiesen werden.  Dort werden die Eierstöcke der Frau per Hormongabe stimuliert, um anschließend möglichst viele brauchbare Follikel mit Eizellen zu entnehmen können.

Im Labor folgt dann die In-Vitro-Fertilisation, bei der die männlichen und weiblichen Keimzellen zusammen im Reagenzglas kultiviert werden. Manchmal reicht das aus um eine Befruchtung zu erzielen. In einigen Fällen kann auch ein einzelnes Spermium in eine Eizelle injiziert werden, um so die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Sind so mehrere Eizellen befruchtet worden, folgt nun im letzten Schritt der Embryonentransfer. Die befruchteten Zellen werden dabei per Katheder in die Gebärmutter transferiert. Die darauf folgende Gelbkörperphase, bei der die Schleimhaut der Gebärmutter das perfekte Milieu für die befruchtete Eizelle schafft, wird in vielen Fällen durch weitere Hormongaben unterstützt.

Erst wenn ein Schwangerschaftstest positiv war, wird das Paar wieder an den normalen Gynäkologen zurück überwiesen. Da meist mehrere befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingesetzt werden um die Chancen zu erhöhen, kommt es nach künstlichen Befruchtungen auch immer wieder zu Mehrlingsschwangerschaften. Das Verfahren der künstlichen Befruchtung ist mit etwa 2500.- Euro teuer und die Krankenkassen übernehmen seit der Gesundheitsreform 2004 nur noch die Hälfte der Kosten für maximal drei Versuche.



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