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Abnehm-Mythen: 3 Online-Weisheiten und eine Diätpille

von User

Wer online nach Diättipps sucht, wird auf jeden Fall fündig. Die Ergebnisse sollten allerdings genau unter die Lupe genommen werden, denn es gibt einige Mythen, die sich hartnäckig im Internet halten. Neben diesen anhaltenden Abnehm-Mythen gibt es außerdem unzählige Angebote an Diätpillen. Diese sollten mit noch mehr Vorsicht genossen werden als Online-Diättipps. Wir decken drei typische Online Abnehm-Mythen auf und zeigen, warum Diätpillen so gefährlich sind.
 
Grundsätzlich gilt auch bei Diäten der Leitspruch „Jeder ist anders“. Das weiß auch Tobias Namniek von erfahrungen.de „Es gibt keine Methode, die jedem hilft“, schreibt er in seinem Bericht über Online-Angebote, die Gewichtsverlust versprechen. Die folgenden Weisheiten des Internets haben bestimmt schon jemandem beim Abnehmen geholfen, wissenschaftlich bewiesen sind diese aber nicht.

1.      Essen nach 18 Uhr macht dick

Den Satz hat wohl jeder schon einmal gehört und leider nicht nur im Internet. Alltags-Ernährungsexperten raten vom Essen nach 18 Uhr ab. Beim Abnehmen kommt es aber nicht auf die Uhrzeit an, sondern auf das Kaloriendefizit. Wer also vor sechs Uhr abends eine 250g-Packung M&Ms isst, nimmt genauso 1280 Kalorien zu sich wie nach 18 Uhr. Was allerdings stimmt, kurz vor dem zu Bett gehen sollte man nichts mehr essen. Auf diese Weise schläft man leichter ein und besser durch. Hungrig schläft es sich übrigens überhaupt nicht gut.

2.      Der Saunagang hilft beim Abnehmen

Diese Weisheit wird auch gerne auf ein heißes Bad übertragen und wer sich nach der Sauna oder dem Baden wiegt, könnte zustimmen. Beim Gewichtsverlust geht es darum, Fett zu verlieren und im besten Fall Muskeln aufzubauen. In der Sauna schwitzt man Wasser aus, der Gewichtsverlust nach dem Saunagang ist dementsprechend nur ein Wasserverlust. Trotzdem kann die Sauna indirekt beim Abnehmen helfen. Wer nach dem Training schwitzen geht, der bekommt weniger und seltener Muskelkater. Das hilft Trainingstage einzuhalten und das Training nicht mit schmerzenden Muskeln zu verbinden. Ein Saunagang kann sehr entspannend sein, es kann aber auch viel schief gehen. Führen Sie den Saunagang nicht korrekt durch, können zum Beispiel leicht Kreislaufprobleme auftreten.

3.      Die Waage ist dein bester Freund

Leider hält sich dieser Abnehm-Mythos hartnäckig im Netz. Jeden Tag wiegen oder manchmal sogar mehrmals am Tag, das gehört zur Routine vieler Abnehmer. Allerdings kann das ganz schön schief gehen. Durch das tägliche Wiegen entsteht psychologischer Druck, der sich negativ auf das eigene Verhalten auswirken kann. Auch bei einem täglichen Kaloriendefizit und regelmäßigem Training kommt es zu natürlichen Gewichtsschwankungen. Misst die Waage nur das Gewicht und nicht die Gewichtsverteilung in Fett, Muskeln und Wasser, kann das Gewicht zudem falsch interpretiert werden. Muskeln wiegen nämlich mehr als Fett, so kann es zu einem höheren Gewicht kommen, obwohl man Fett verloren hat. Darum ist wöchentliches Wiegen wesentlich gesünder. Zudem kann es helfen den Umfang zu messen, diese Methode zeigt wesentlich genauer, ob und auch wo man Gewicht verloren hat.

4.      Eine Diätpille zum Schluss

Wenn nichts mehr geht, geht immer noch eine Diätpille. Obwohl schon oft bewiesen wurde, dass Pillen nicht zum Abnehmen taugen und sogar gefährlich sind, werden sie stets gerne gekauft. Jährlich werden sogar circa 10 Milliarden für Schlankheitsmittel ausgegeben. Als erstes sei gesagt, Diätpillen sind, wenn überhaupt, ein Nahrungsergänzungsmittel. Keine Pille sorgt ohne eigenes Zutun für Gewichtsverlust.
Dazu kommt, dass diese Pillen extrem gefährlich sind. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat festgestellt, dass vor allem Diätpillen aus dem Online-Angebot schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Grund dafür ist, dass solche Abnehm-Mittelchen als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Medikamente gelten. Im Gegensatz zu Arzneimitteln müssen Nahrungsergänzungsmittel nicht durch ein Zulassungsverfahren laufen. Allein der Hersteller ist verantwortlich und prüft die Pillen.
Viele Stoffe aus diesen Diätpillen wurden bereits verboten. So zum Beispiel 2010 das Sibutramin. Nachdem Konsumenten dieses Abnehm-Mittel zu sich genommen haben, kam es sogar zu Todesfällen.

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