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Vegane Ernährung beim Hund

von User

Vegane Ernährung ist im Trend, weshalb immer mehr Tierhalter auch ihre Haustiere fleischfrei ernähren möchten. Selbst die Tierschutzorganisation Peta rät dazu, die Katzen und Hunde auf pflanzlicher Basis zu ernähren. Dabei können die armen Tiere noch nicht einmal sagen, was sie möchten und sind ihren Herrchen und Frauchen schonungslos ausgesetzt. Egal, ob es dabei um vegane Ernährung oder ums Barfen geht. Fakt ist jedoch, dass Hunde wie auch Katzen Fleischfresser sind und ihre Ernährung entsprechend angepasst werden sollte. Eine Mischung aus beidem garantiert beispielsweise die Zufuhr aller Nährstoffe und hält so Hund und auch Katze gesund.

Hund und Katzen sind Fleischfresser

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass Hund und Katzen über Jahrtausende hinweg, Fleischfresser sind. Auch wenn der Hund eine Neigung zum Allesfresser hat, zählt er zu den Fleischfressern. Selbstverständlich ernähren sich wilde Füchse oder auch Wölfe auch von Pflanzen, jedoch nur als Bereicherung und nicht als Hauptnahrung. Auch das Gebiss von Hunden ist auf das Zupacken, Reißen und Zerkleinern ausgelegt.

Zudem ist der pH-Wert des Magens mit weniger als 1 im sauren Bereich, was heißt, dass er deutlich saurer ist, als ein Magen eines Allesfressers. Dies heißt, dass die perfekte Verdauung nur dann optimal ist, wenn die zugeführte Kost einen sehr geringen pH-Wert hat, wie dies bei Fleisch der Fall ist. Wird der Hund beispielsweise rein pflanzlich ernährt, steigt der pH-Wert an und die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig.

Krank durch vegane Ernährung?

Da bei Hunden und Katzen der zuständige Darmabschnitt fehlt, in dem die Fermentation pflanzlicher Faserstoffe stattfindet, können so auch Krankheiten entstehen. Auch ein Anstieg des pH-Wertes kann Erkrankungen hervorrufen. Diese wären beispielsweise Urolithiasis (Bildung von Konkrementen), Harnsteine oder auch Zahnerkrankungen.

Während Hunde wohl eine Weile pflanzlich ernährt werden können, tolerieren Katzen dies jedoch gar nicht. In Studien wurde belegt, dass eine rein vegane Ernährung, die über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolgte, keine schweren Schäden hervorruft. Bei längerer rein pflanzlicher Ernährung können jedoch gesundheitliche Beschwerden auftreten. Weiterhin können sogar Nierenschäden auftreten, wenn das Futter schlecht verwertet wird. Nicht selten haben Hunde, die hauptsächlich von minderwertigem Fertigfutter und überwiegend pflanzlich ernährt werden einen zu hohen Insulinspiegel, woraus sich dann ein sehr hohes Risiko der Diabetes mellitus ergibt.

Weitere Informationen über die optimale Ernährung für Hunde finden Sie unter veteri.de und unter hund.info/hundekrankheiten.html

Mangelerscheinungen, wenn der Hund vegan ernährt wird

Fleisch garantiert bei Hunden die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen. Dabei sind vor allem die Vitamine E und B12 sowie die Mineralstoffe Jod, Eisen, Kalzium, Phosphor und natürlich Proteine in rohem Fleisch enthalten. Bei einer veganen Ernährung setzen viele auf Soja als Alternative. Nachteil dabei ist, dass die oben erwähnten Mineralstoffe im Soja nicht enthalten sind und somit ergänzend zugeführt werden müssen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Soja unter hohem Einsatz von Pestiziden angebaut wird und somit hormonell wirksame Bestandteile besitzt.

Der Mangel an Nährstoffen kann sich dabei nicht nur auf die Fellqualität niederschlagen. Auch eine gestörte Verdauung sowie Gelenkerkrankungen können Folge einer Mangelerscheinung sein. Zudem wirkt sich dieser Nährstoffmangel auch auf das Skelett aus. Daher ist eine vegane Ernährung für einen Mischköstler wie den Hund keine angemessene Ernährungsform.

Wer seinen Hund dennoch vegan ernähren möchte, muss auf jeden Fall einen Fachmann hinzuziehen, der genau aufzeigt, was der Hund alles benötigt. Die veganen Produkte, die es im Handel für Hunde gibt, bieten bisher nicht alle wichtigen Nährstoffe für den Vierbeiner an. Soja ist auch keine wirkliche Alternative und es muss zwingend nach einem Berater gesucht werden, damit die vegane Hundeernährung auch fachgerecht durchgeführt werden kann. Nur so kann sich der Hund entsprechend entwickeln und es fehlen keine Nährstoffe, die er dringend benötigt. Heißt, dass es auch nicht zu einer Mangelernährung kommen kann. Dies alles ist jedoch sehr aufwendig und nicht unbedingt artgerecht. Dennoch können Hunde, wenn sie richtig vegan ernährt werden, durchaus damit alt werden, Katzen hingegen können nicht vegan ernährt werden, ohne dass sie krank werden.

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