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Ab wann ist mein Kind übergewichtig?

von User

„Das ist noch der Babyspeck.“, „Sie wächst doch noch in die Länge.“, „Er hat eben einen schweren Knochenbau.“ – Wenn es um das Thema Übergewicht bei Kindern geht, finden viele Eltern immer wieder neue Ausreden. Viele haben Angst davor, sich einzugestehen, dass sie Fehler gemacht haben und eventuell sogar die Schuld am Übergewicht des eigenen Kindes haben. Diese Ignoranz vieler Eltern stellt jedoch ein großes Problem dar, denn Übergewicht bei Kindern ist keinesfalls ungefährlicher als bei Erwachsenen. Im Gegenteil: Menschen, die schon im Kindesalter übergewichtig sind, entwickeln im Laufe des Lebens eine Vielzahl gefährlicher Krankheiten. Doch ab wann spricht man eigentlich von Übergewicht bei Kindern?\r\n\r\n \r\n

Wann hört „pummelig sein“ auf?

\r\nIst das Kind nur pummelig oder doch schon dick? Viele Eltern wissen gar nicht, dass ihr Kind übergewichtig ist, weil sie die Definition von Übergewicht gar nicht kennen. Gleiches gilt übrigens auch bei vielen Erwachsenen.\r\n\r\nÜbergewicht bei Kindern wird am einfachsten mithilfe des Bodymaßindex (BMI) ermittelt. Hierbei handelt es sich um eine einfache Rechnung, für die man lediglich die Parameter Gewicht in Kilogramm und Körpergröße in Zentimetern benötigt. Aufwendige Belastungstests und Fettmessungen sind für diese Ermittlung nicht notwendig.\r\n\r\n \r\n\r\nDer Bodymaßindex bei Kindern wird nach folgender Formel berechnet:\r\n

Körpergewicht (kg)/Körpergröße (m) x Körpergröße (m)

\r\n \r\n\r\nDas Ergebnis dieser Rechnung ist der sogenannte Bodymaßindex. Dieser gibt Aufschluss darüber, ob das Kind unter-, normal- oder übergewichtig ist. Anders als bei Erwachsenen sollte der Bodymaßindex von Kindern jedoch immer im Zusammenhang mit deren Alter betrachtet werden. Der Grund hierfür ist, dass sich Kinder je nach Alter in unterschiedlichen Wachstums- und Entwicklungsphasen befinden. Vor allem Wachstumsschübe, die sehr häufig spontan auftreten, führen meist dazu, dass sich der Babyspeck über den gesamten Körper verteilt und somit aus einem molligen ein schlankes Kind wird.\r\n\r\n \r\n\r\nEin weiterer Faktor, der bei der Berechnung des BMI bei Kindern eine Rolle spielt, ist das Geschlecht. Hierbei gilt: Jungen dürfen stets einen etwas höheren Bodymaßindex als gleichaltrige Mädchen haben. Der Unterschied ist jedoch selten größer als einen Punkt.\r\n\r\n \r\n

Ein anderer Indikator für Übergewicht bei Kindern

\r\n \r\n\r\nNeben der Berechnung des Bodymaßindex gibt es noch eine weitere Möglichkeit, um Übergewicht bei Kindern festzustellen. Diese ist sogar noch leichter und liefert noch schnellere Erkenntnisse. Ein Kind gilt als übergewichtig, wenn das Körpergewicht um 20 % höher als das Durchschnittsgewicht von gleichaltrigen Kindern ist.\r\n\r\n \r\n\r\nDurchschnittsgewicht (in kg) nach Alter\r\n\r\n \r\n

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Alter Mädchen Junge
2 12 12
3 15 15
4 17 17
5 18 20
6 21 22
7 24 24
8 27 26
9 31 28
10 35 31

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Die Folgen von Übergewicht bei Kindern

\r\n \r\n\r\nWie bei Erwachsenen gilt auch bei Kindern, dass Übergewicht krank machen kann. Übergewichte Kinder leiden allerdings nicht nur unter verschiedenen körperlichen Einschränkungen, sondern auch immer wieder unter den Hänseleien anderer Kinder.\r\n\r\n \r\n\r\nÜbergewicht ist unter anderem Auslöser für folgende Krankheiten:\r\n\r\n \r\n

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  • Diabetes
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  • Rückenschmerzen
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  • X-Beine
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  • Hormonelle Störungen
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Wie entsteht Übergewicht bei Kindern?

\r\nUm ein Problem zu lösen, ist es immer hilfreich, wenn man sich zunächst einmal die Ursachen anschaut und überlegt, wie man diese beseitigen kann.\r\n\r\nÜbergewicht bei Kindern hat drei verschiedene Ursachen, die gemeinsam oder auch getrennt voneinander auftreten können. Hierbei handelt es sich um:\r\n

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  • Genetische Veranlagung
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  • Falsche Ernährung
  • \r\n

  • Bewegungsmangel
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\r\nWährend der erste Faktor nicht beeinflusst werden kann, handelt es sich bei zweiten um eine Tatsache, die durchaus verändert werden kann. In den Medien werden Kinder immer wieder als die „Generation Pommes“ bezeichnet, die sich am liebsten von Pizza, Cola und Co. ernährt. Gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse wecken hingegen nur selten das Interesse der Sprösslinge. Häufig tragen die Eltern die Schuld für dieses Desinteresse, weil sie es verpasst haben, ihr Kind für gesunde Lebensmittel zu begeistern.\r\n\r\nGanz ähnlich verhält es sich auch beim Punkt „Bewegungsmangel“. In Zeiten von Computerspielen, Smartphones und Internet entwickelt sich der natürliche Bewegungsdrang der Kinder immer mehr zurück. Statt zu spielen und zu tollen, sitzen sie nur noch und werden dabei immer dicker.\r\n\r\nEltern, die etwas am Übergewicht der Kinder ändern wollten, sollten also ganz speziell auf zwei Dinge achten: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

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